Manchmal wird das Wissensmanagment auch Informationsmanagement genannt, zu Englisch „Knowledge Mangagement“. Bei der Fülle der Informationen, die in einem Unternehmen herrschen können, müssen einheitliche Wege gefunden werden, dieses Wissen zu verwalten (managen).
Wiki sagt dazu:
Most large companies have resources dedicated to Knowledge Management, often as a part of ‘Information Technology‘ or ‘Human Resource Management‘ departments, and sometimes reporting directly to the head of the organisation. As effectively managing information is a must in any business, Knowledge Management is a multi-billion dollar world wide market.
Zur Vereinfachung der Datenströme wurden in der Vergangenheit und werden auch noch heute sogenannte Administrationsysteme, wie z. B. Buchhaltungssysteme, Warenwirtschaftssysteme oder Computer Integrated Manufacturing verwendet.
Das ganze Spiel kann auch noch erweitert werden und dann nennt man die Systeme Enterprise Resource Planning (ERP). Diese Softwarelösungen mit unterschiedlichen Modulen enthalten z. B. Module für Beschaffung, Lagerhaltung, Vertireb, Martketing, Zahlungsverkehr, Buchhaltung, etc.). Definition per Wiki:
Enterprise Resource Planning systems (ERPs) integrate (or attempt to integrate) all data and processes of an organization into a unified system. A typical ERP system will use multiple components of computer software and hardware to achieve the integration. A key ingredient of most ERP systems is the use of a unified database to store data for the various system modules.
Die wohl bekanntesten Hersteller für ERPs ist SAP, Oracle, oder auch Microsofts Dynamics. Hier eine komplettere Liste:
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_ERP_vendors
Im Schmalen/Pechtl heißt es unter 5.6 (S. 101) in der Randnotiz: „Die Informations- und Datenströme im betrichtlichen Transformationsprozess werden durch ERP-Systeme gesteuert.“ ERP-Systeme stoßen also automatisch Prozesse in Gang, die den betrieblichen Ablauf automatisieren, wie z. B. die automatische Produktion bei Bestellungseingang.
SAP sieht folgende Module für ihr ERP vor: SAP ERP (englisch)
Weiter treiben kann man ERPs zu Dispostionssysteme, die dann mit Hilfe von Algorithmen selbsttätig Standard-Entscheidungen im Betrieb treffen. Meist sind diese schon in die oben erwähnten Software-Systeme integriert. Für die einzelnen Module aber auch für die gesamten betrieblichen Abläufe gibt es oben aufgesetzte Führungsinformationssysteme bzw. Entscheidungsunterstützungssysteme, die dem Manager wahrscheinlich eher als sein Dashboard bekannt sein dürfte.
Je mehr Informationen zusammen kommen, um so schwieriger wird es, diesen Daten Herr zu werden. Wie können also aus solchen Mengen sinnvolle, produktive Daten herausgebracht werden, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Die gesammelten Daten eines Unternehmens werden in einem Data Warehouse gespeichert, die dann von einem Software-Agent nach sinnvollen, besser verwertbaren Informationen dursucht. Diese Vorgäng werden z. B. Data Mining genannt.
Als direkten Vorteil erfolgreichen Knowledge Managements kann ich aus meiner eigenen Erfahrung von den CRM-Softwaremodulen sprechen. Customer Relationship Management ist in meinem Bereich im Sales sehr wichtig und bei den unterschiedlichsten Gesprächen, der Korrespondenz und Geschäftsvorgängen mit Kunden. Durch die Anbindung an ein ERP kann ich neben den vorhanden Gesprächsprozessen auch Jahres oder Monatsverkaufszahlen aktuell ablesen.
Auch durch die Schritte, die das CRM mit mir Verkaufsprozess geht (Lead, Prospective, Qualifed Prospect, Quote, Negotiation, Billing), hat z. B. das Marketing einen Zugriff auf Daten über das Kundenverhalten. Das Service-Team kann mit „Tickets“ versorgt werden, und jeder hat Zugriff auf die „History“ von Problemfällen mit Kunden. Außerdem kann ich sofort sehen, ob ich bezüglich des Jahresziel auf Kurs bin oder nicht.
Ein CRM ist nur ein kleiner Teil, wie man Informationen in Datenbanken sinnvoll für viele Bereiche nutzbar machen kann. Neben CRM gibt es viele weitere Module, wie z. B. Buchhaltung, Product Development, etc.